Der charmante Knigge für den Besuch in einer Erotikbar
Erotikbars sind eine faszinierende Mischung aus Lounge, Abenteuerland und
Tanzfläche für Erwachsene. Hier glitzert das Licht ein bisschen weicher, die
Gespräche sind ein bisschen flirtiger und das Kopfkino läuft gratis mit.
Doch wer glaubt, eine Erotikbar sei ein Freifahrtschein für grenzenloses
Anfassen oder hemmungslose Selbstinszenierung, irrt gewaltig. Zwischen
Sinnlichkeit und Stil liegt eine goldene Regel:
Wer sich gut benehmt, bekommt mehr Vergnügen.
Also: Willkommen zur charmant-humorvollen Gebrauchsanweisung für den
gelungenen ErotikBarbesuch – für Paare, Damen und Herren gleichermaßen!
Regel Nr. 1:
Du bist sexy, aber nicht der Mittelpunkt des Universums
Ja, du siehst toll aus. Und ja, du darfst das genießen.
Aber: Erotikbars sind kein Laufsteg, und niemand freut
sich über aufdringliche Egoshows. Wer charmant flirtet,
ist immer beliebter als der, der glaubt, alle anwesenden
Blickkontakte seien eine offene Einladung.
Tipp: Ein selbstbewusstes Lächeln wirkt attraktiver als
jedes Posing. Und für Männer gilt: ein Cocktail in der Hand
ersetzt keine Persönlichkeit. Also lieber Augenkontakt statt
Dauergrinsen im Spiegel.
Regel Nr. 2:
Reden ist Silber – Zuhören ist Gold
In der Erotikbar geht’s nicht nur um nackte Tatsachen, sondern
auch um Atmosphäre. Und nichts zerstört die schneller, als
jemand, der ausschließlich über sich spricht.
(oder über das, was er später gern tun würde).
Flirten funktioniert ähnlich wie Tanzen: Man spürt, ob’s passt.
Ein offenes Kompliment, ein ehrliches Interesse, ein Hauch von
Humor, damit öffnet man Türen. Platte Anmachsprüche oder
billige Porno-Dialoge? Lass diese einfach zu Hause.
Regel Nr. 3:
Kein Anfassen ohne Absprache
Ganz wichtig und universell gültig: In Erotikbars gilt kein
„Wer da ist, darf alles“. Ein Lächeln ist kein Freibrief,
eine knappe Kleidung kein „Ja“. Wenn du Interesse hast,
frag charmant und direkt und nimm ein Nein sportlich.
Regel des Jahrhunderts:
Ein Nein ist ein komplettes Nein, kein „Mach mich doch
noch ein bisschen heißer“. Wer das beherzigt, hat nicht
nur Stil, sondern gewinnt an Sympathie und in dieser
Umgebung ist das unbezahlbar.
Regel Nr. 4:
Dresscode = Atmosphärebooster
Erotikbars haben (in fast allen Fällen) einen Dresscode
und das aus gutem Grund. Der Look trägt entscheidend zur
Stimmung bei. Ob elegante Unterwäsche, sexy Hemd, Spitze,
Satin oder stilvolle Outfits. Hauptsache, du gibst dir Mühe.
Keine Jogginghose, keine fleckige T-Shirt-Romantik, kein
Turnbeutel aus der Sporthalle von 2006. Und für alle:
Bitte gepflegt.
Ein Duft, der Menschen anzieht – nicht vertreibt – ist dein
bester Wingman (oder Wingwoman). Kleiner Tipp am Rande:
Schuhwerk mit Stil hat schon mehr Gespräche gestartet als
die meisten Sprüche.
Regel Nr. 5:
Alkohol darf fließen, aber bitte nicht überlaufen
Erotikbars sind Orte für Spiel mit Energie, Stimmung und Nähe
nicht Schauplatz für Trinkwettkämpfe. Ein Getränk zum Locker
werden? Super. Fünf Tequila-Shots und dann im Halbdunkel
Slapstick aufführen? Weniger charmant.
Wer klar im Kopf bleibt, genießt bewusster und merkt außerdem
schneller, ob jemand wirklich Interesse zeigt oder nur dein Platz
an der Bar will.
Regel Nr. 6:
Paare, Frauen, Herren – jeder mit Stil gewinnt
Paare:
Ihr seid Team, nicht Konkurrenz. Sprecht vorher über eure Grenzen
und Wünsche. Niemand findet spontane Eifersuchtsdramen erotisch.
Außer vielleicht Fernsehsender mit „Reality“ im Namen.
Frauen:
Ihr bestimmt euer Tempo. In Erotikbars gilt das Initiativrecht, was ihr wollt,
passiert; was ihr nicht wollt, eben nicht. Wer das respektiert, wird von
euch automatisch als Gentleman wahrgenommen.
(oder in klareren Worten: attraktiver).
Männer:
Seid charmant, nicht chamäleonhaft. Kein Rumlungern im Eck, kein Anstarren.
Redet, lächelt, seid präsent und denkt dran, ein „Nein“ bedeutet: neue Runde,
neues Gespräch.
Regel Nr. 7:
Hygiene ist nicht sexy, sie ist Grundvoraussetzung
Ein gepflegtes Äußeres, sauberer Atem, frische Kleidung, das sollte selbstverständlich
sein, ist aber erwähnenswert. Erotikbars sind sinnliche Orte. Wer gut riecht und sauber
auftritt, schafft Nähe. Wer nach Pommes und Bürotag duftet, eher Abstand.
Tipp: Eine kleine Erfrischung zwischendurch (Parfum, Deo, Pfefferminz) bewirkt Wunder.
Der beste Flirt beginnt schließlich dann, wenn der andere gern näherkommt.
Regel Nr. 8:
Respekt ist das wahre Aphrodisiakum
Das Beste am erotischen Miteinander ist Freiwilligkeit.
Und die entsteht durch Respekt. Achte auf Körpersprache, halte Abstand,
bis du eingeladen wirst, und genieße, ohne zu fordern.
Wer Menschen mit Würde und Interesse begegnet, zieht sie magnetisch an.
Egal ob Mann, Frau, Single oder Paar. Klassischer Tipp: „Behandle alle so,
wie du selbst behandelt werden möchtest. Nur mit weniger Kleidung.“
Regel Nr. 9:
Don’t panic, just relax!
Viele Neulinge betreten eine Erotikbar mit schlotternden Knien und fragen sich:
„Was, wenn ich mich blamiere?“ Antwort: Dann lachst du und alle lachen mit.
Erotikbars sind keine Prüfung, sondern ein Raum zum Ausprobieren.
Man darf neugierig, unsicher, witzig oder einfach nur beobachtend sein.
Niemand mordet dich, weil du lieber tanzt als tust.
Der beste Abend entsteht ohnehin immer dann, wenn du du selbst bleibst.
Nur eben mit einem Hauch mehr Charme und Neugier.
Fazit:
Stil ist sexy, Respekt ist heiß
Eine Erotikbar ist kein Ort für Rücksichtslosigkeit, sondern für Offenheit mit
Klasse. Wer freundlich, gepflegt und humorvoll auftritt, ist automatisch
interessant. Ganz gleich, ob er flirtet, tanzt oder einfach nur an der Bar
sitzt und die Atmosphäre genießt.
Also: Lächeln, zuhören, nicht kleckern, respektvoll berühren (oder lieber nicht)
und, ganz wichtig: mit Humor genießen. Denn wer Spaß an sich selbst hat,
wird immer am sinnlichsten wahrgenommen.
Oder, um’s simpel zu sagen:
Weniger Drama. Mehr Charme. Und immer ein frisches Handtuch dabei.
In diesem Sinne