Das Teelicht

Das sollte man eher lassen.
Wer schon mal eine Fetisch-Session mit Teelichtern geplant hat, kennt das:
Sie sehen auf Fotos super aus, machen Stimmung und wirken so harmlos.
Doch in Wahrheit sind sie im Waxplay eher wie ein übereifriger Gast, der
sich beim Kuchenbuffet alles auf einmal auf den Teller packt, am Ende
gibt’s nur Chaos und einen dicken Bauch.

Hier mal ein paar Fakten:
​Ein Teelicht erreicht beim Brennen Temperaturen von bis zu 250 Grad Celsius.
Das ist die Temperatur, bei der das Paraffinwachs im Inneren des Teelichts
siedet und flüssig wird. Die Flamme selbst kann sogar noch heißer sein,
mit Spitzenwerten von etwa 1.400 Grad Celsius. Die äußere Hülle,
meist aus Aluminium, wird dabei sehr heiß und kann Verbrennungen
verursachen, wenn sie direkt auf der Haut abgestellt wird.

Woraus besteht ein Teelicht?
Ein klassisches Teelicht besteht aus drei Hauptteilen:

  • Wachs:
    Meist handelt es sich um Paraffin, ein Nebenprodukt der Erdölraffination.
    Es ist preiswert, brennt sauber und ist leicht formbar.

  • Doht:
    Der Docht besteht meist aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Mischgewebe.
    Er sorgt dafür, dass das geschmolzene Wachs nach oben transportiert
    und dadurch besser verbrannt wird.

  • Hülle:
    Die Hülle ist größtenteils aus Aluminium, manchmal auch aus Kunststoff oder
    Keramik. Sie hält das flüssige Wachs und sorgt für Stabilität.

Warum ist das bei Waxplay wichtig?
Die hohe Temperatur von Teelichtern macht sie für Waxplay im BDSM eher ungeeignet,
da das Wachs sehr heiß ist und schnell zu Verbrennungen führen kann. Spezielle
Waxplay-Kerzen werden daher mit einem niedrigeren Schmelzpunkt produziert,
damit das Wachs sicherer auf der Haut abkühlt.

Fazit: Teelichter – besser für Fotos als für die Haut
Teelichter sind im BDSM definitiv ein Fall von „schön, aber gefährlich“. Sie sehen
auf Fotos gut aus und sind praktisch für spontane Aktionen. Für echte Wachsspiele
sind sie einfach zu heiß, zu gefährlich und zu unkontrollierbar. Wer wirklich Spaß
und Sicherheit beim Waxplay haben möchte, greift lieber zu speziellen BDSM-Kerzen
mit niedrigerem Schmelzpunkt und mehr Kontrolle.

Natürlich sieht man immer wieder, dass der eine oder andere BDSMler Teelichter für
Wachsspiele verwendet und wer will schon zwischen echtem Fetisch-Feeling und
echter Brandgefahr entscheiden? Jeder ist selbst für seine Haut und seine
Entscheidungen im BDSM verantwortlich. Ich persönlich halte Teelichter lieber
für Fotoshootings
bereit, weil das Aluschälchen und das heiße Wachs einfach
so charmant unvorhersehbar
sind. In diesem Sinne


Hinweis:
Dieser Artikel dient der Aufklärung und soll ein bisschen Licht ins Dunkel bringen,
wortwörtlich, wenn man Teelichter benutzt. Ob ihr nun Teelichter für Wachsspiele
nutzt oder lieber auf Nummer sicher geht, bleibt ganz euch überlassen.
Schließlich seid ihr die Experten eurer eigenen Haut und für euer Tun und Handeln
immer selbst verantwortlich. Für mögliche Schäden, die durch die Nutzung aus
diesem Inhalt entstehen, wird keine Haftung übernommen.
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