Bin ich ein Bottom?

Was ist denn nu ein Bottom?
Du bist devot? Zack, schon landest du als „Bottom“ in der großen Welt des BDSM.
Aber ganz ehrlich, so einfach machen wir es uns hier nicht! Denn Bottom ist erstmal
geschlechtsneutral, also völlig wurscht, ob du als Mann, Frau, Einhorn oder doch
wandelnder Gartenzwerg auftrittst.

Im BDSM-Kosmos ist „Bottom“ der Sammelbegriff für alle, die den passiven, oft
unterworfenen Part einnehmen. Ursprünglich stammt der Begriff angeblich aus der
schwulen Szene.  Da war der Bottom einfach der „Empfangende“ beim Analsex.
Aber woher genau das kommt, ist fast so geheim wie das Safe-Word deines
Lieblings-Stammtischs.

Was wirklich zählt:
Der Bottom ist der Part, der dem Top vertraut (ob körperlich oder geistig)
und sich so richtig schön hingeben oder sogar erniedrigen lassen möchte.
Aber Achtung: Die Rollen können auch mal so flexibel sein wie ein
Gymnastikreifen unterm Bett. Mal Bottom, mal Top, manchmal sogar beides
in einer wilden Nacht. Willkommen in der Welt der Switches!

Und welche Bottoms gibt’s? Von „Brat“ über „Sklavin“, „Magd“ bis „Kajira“,
da bekommt jede Vorliebe, ihre eigene Jobbeschreibung. Bleib dran:
Auf meinem Blog stelle ich die bunten Rollen im BDM bald ausführlicher vor.



Jetzt wird’s spannend:
Wer passt zu dir als Bottom? Logisch, jemand, der Top ist! Aber es gibt
hier mehr Stolperfallen als Strippen im Bondageraum. Die Chemie muss
stimmen, und gemeinsame Fetische schaden nie. Probiere aus, switche
mal und finde heraus, ob du lieber Kommandos gibst, oder brav ausführst
(vielleicht bist du ja ein Switch?).

Mein Geheimtipp:
Teste beide Rollen, mach jeweils ein Date als Top und eines als Bottom.
Hör auf dein Bauchgefühl, denn dein Körper weiß mehr als die Theorie!

Ganz wichtig:
Auch als passiver Part bist du verantwortlich. Du suchst dir dein Top aus,
nicht umgekehrt! Kommunikation ist alles, bekenn dich zu deinen Wünschen,
Grenzen und Bedürfnissen. Du darfst Nein sagen, Wünsche äußern und bist
keinesfalls ein willenloses Schaf. Erst, wenn beide Parteien offen sind, wird’s
wirklich heiß und harmonisch.

Merksatz zum Schluss:
Bottom sein heißt nicht, willenlos alles mit sich machen zu lassen.

Sondern bewusst Verantwortung abgeben und neugierig bleiben.
Reden, staunen, ausprobieren:
So wird aus dir ein echter Bottom
voller Potenzial. In diesem Sinne: Leg dich hin, lass dich fesseln

und bleib dabei stets Mensch! In diesem Sinne