Was ist denn nu ein Top?
Ein herzliches Hallo an alle Abenteurer, Kontroll-Fans und die, die beim Wort „Top“
noch an das Sahnehäubchen auf dem Eisbecher denken! Es wird Zeit, das Rätsel
um den „Top“ im BDSM-Universum zu entschlüsseln, und zwar mit Augenzwinkern
und ein bisschen mehr als nur trockenen Fachbegriffen.
Was ist eigentlich ein Top?
Stell dir vor, du bist Regisseur, Dompteur, Orchesterleiter, Chefkoch in der BDSM-Küche
dann bist du ziemlich sicher ein Top! Aber halt, ganz so einfach ist es nicht: Der Begriff
Top ist zunächst geschlechtsneutral egal, ob Dom, Domina, Herr, Herrin, Lady, Lord,
Master, Mistress oder Sir, das geschulte Auge erkennt: Ein Top ist nicht immer männlich
oder weiblich, sondern vor allem eines: Der dominante, ausführende Part.
In der Szene meint „Top“ also all jene, die Lust daran finden, Macht zu übernehmen,
ihre Fantasie auszuleben und einen Bottom mit viel Kreativität durchs Spiel zu führen.
Dabei ist es völlig egal, ob du mit Gerte, Augenbinde oder einer Portion scharfer Worte
kommst. Hauptsache, du bist der Part, der tut und entscheidet. Die Bezeichnung
stammt übrigens tatsächlich aus der queeren Szene und meinte dort früher schlicht den
aktiven Part beim Sex. Heute ist es im BDSM der Überbegriff für die ausführende,
gestaltende Position.
Arten von Tops, die bunte Spitze des Eisbergs
Weil BDSM bunt ist wie ein Süßigkeitenregal, gibt es auch beim Top-Da sein
zahllose Varianten: Vom klassischen Dom/Domina über Herr/Herrin oder
Master/Mistress bis hin zu „Daddy“, „Mommy“ oder „Handler“. Auf diese
Rollen im BDSM gehe ich übrigens nach und nach ausführlich im Blog ein.
Also Geduld, Spannung und immer ein Auge auf die nächsten Beiträge werfen.
Wer passt zu einem Top?
Logischerweise ein Bottom – klingt einfach, ist es aber nicht immer! Denn das perfekte
BDSM-Paar braucht mehr als einen Kommandogeber und eine Kommandonehmerin;
die Chemie muss stimmen, gemeinsame Vorlieben, ähnliche Kommunikationsarten
und vielleicht der gleiche Humor. Klar ist: Zwei Tops zusammen können spannend
sein (Stichwort Machtkampf!), aber klassisch ergänzen sich Top und Bottom eben
am besten. Also: Finde heraus, welche Veranlagungen du teilst und in welchen
Fetischen ihr euch wiederfindet, dann klappt’s auch mit dem harmonischen
Machtspiel.
Bin ich ein Top? Selbsttest mit Augenzwinkern!
Du wolltest schon immer das Sagen haben? Aufgaben verteilen macht dir mehr Spaß,
als sie auszuführen? Du hast Freude dran, jemandem Grenzen zu zeigen, im
Schlafzimmer oder im Rollenspiel? Dann stecken Top-Vibes in dir! Wenn du unsicher
bist: Probier’s aus! Mal oben, mal unten, viele switchen sogar zwischen den Rollen.
Hör auf dein Bauchgefühl, welche Seite dich kitzelt! Solltest du dir unsicher sein,
dann mach doch unseren Test hier.
Verantwortung und Superkräfte
Jetzt mal im Ernst: Top-Sein ist kein Freifahrtschein für Diktatur! Mit jeder Portion Macht
kommt auch Verantwortung: Ein Top hat immer die Grenzen, Tabus und Wünsche des
Bottoms zu respektieren. Ehrliche, offene Kommunikation ist das A und O. Wer ein guter
Top sein will, macht BDSM gemeinsam, nicht alleine. Respekt, Fürsorge und auch mal
ein „Nein“ akzeptieren, das macht die wahre Größe aus.
Fragt euch/du immer wieder:
Was macht euch wirklich Spaß? Wer gebt, trägt Verantwortung,
und das ist im BDSM das, was aus einem „Top“ erst den echten
Chef im Ring macht! In diesem Sinne




