Asexualität
Wenn die Libido beschließt, auf Weltreise zu gehen.
Stell dir vor, in deinem Inneren steigt gerade die größte
Liebes-Party des Jahres. Lichter blinken, Musik pumpt, alle
sind bereit… und dann steht deine Libido am Eingang, zieht
die Sonnenbrille auf und sagt: „Ich bin dann mal weg.
Schickt mir ’ne Postkarte.“
Willkommen in der Welt der Asexualität. Hier bedeutet
„keine Lust auf Sex“ nicht „keine Lust aufs Leben“.
Ganz im Gegenteil: Das Herz chillt entspannt auf der
Couch der Gefühle, nippt an einem imaginären Drink
und denkt sich: Nähe? Gerne. Kuscheln? Immer.
Tiefe Gespräche bis 3 Uhr morgens? Absolut.
Nur der große „körperliche Showdown“ hat heute Pause.
Asexuelle Menschen sind so etwas wie die geheimnisvollen
VIPs auf der Liebes-Party. Sie stehen nicht unbedingt
auf der Tanzfläche im Rampenlicht, sondern sitzen lässig
im Lounge-Bereich, genießen die Snacks, beobachten das
Treiben und haben dabei mindestens genauso viel Spaß.
Nur eben auf ihre eigene Art.
Und ehrlich: Während alle anderen außer Atem durch die
Gegend wirbeln, wissen sie längst, wie gut sich die
Chill-Zone anfühlt. Kein Druck, kein Muss, kein
„Du solltest aber…“.
Kurz gesagt: Asexualität ist nicht das Ende der Party.
Es ist einfach eine andere Playlist. Eine, bei der man
auch mal zurücklehnen, durchatmen und entdecken kann,
was außerhalb des großen Trubels alles ziemlich großartig
ist. In diesem Sinne.
