Domina vs. Femdom

Der Unterschied im BDSM-Kontext.
Im BDSM werden die Begriffe Femdom und Domina häufig verwendet, doch
sie bedeuten nicht genau dasselbe. Wer in die Welt weiblicher Dominanz
eintauchen möchte, sollte die Unterschiede kennen.

Was ist eine Femdom?
Femdom steht für „Female Domination“, also weibliche Dominanz.

Es beschreibt eine Rolle oder Beziehung, in der eine Frau die
dominante Position einnimmt und Macht sowie Kontrolle über ihren
submissiven Partner ausübt. Femdom ist ein breites Konzept und
umfasst verschiedenste Arten, von erotischen Rollenspielen über
feste D/s-Beziehungen bis hin zu alltäglichen Machtstrukturen.

Femdom wird meist nicht an eine kommerzielle Tätigkeit gekoppelt,
sondern ist Ausdruck persönlicher Vorlieben, die auf gegenseitigem
Einvernehmen, Respekt und Kommunikation basieren. Frauen, die
als Femdom praktizieren, werden in der Szene oft als Domme,
Domse oder einfach als dominante Frauen bezeichnet.

Typische Femdom-Praktiken können Bondage, Bestrafungen,
verbale Dominanz, finanzielle Kontrolle (Findom) und vieles mehr
umfassen. Wichtig ist die freiwillige Unterwerfung des/submissiven
Partners.


Was ist eine Domina?
Der Begriff „Domina“ hat eine andere Bedeutung und ist vor allem in der
kommerziellen BDSM-Szene gebräuchlich. Eine Domina ist eine Frau,
die gegen Entgelt BDSM-Dienstleistungen anbietet, ähnlich einer
Sexarbeiterin, aber mit Fokus auf Dominanz und Kontrolle, ohne
körperlichen Geschlechtsverkehr.

Dominas betreiben größtenteils Studios oder Dungeons, in denen Freier
ihre Fantasien ausleben können. Sie bieten professionelle Sessions an,
gestalten Spielsituationen mit Fesseln, Disziplinierungen oder medizinisch
orientierten Rollenspielen,  mit gesetzlicher Einordnung als Sexarbeit.

Im Gegensatz zur Femdom-Frau aus dem privaten Kontext ist die Domina
also in der Regel kommerziell tätig. Titel wie Herrin, Mistress oder Madame
sind häufig Teil der Inszenierung.


Zusammenfassung:

Begriff Bedeutung Kontext Schwerpunkt
Femdom Weibliche Dominanz Privat, persönlich, Beziehung oder Spiel Macht & Kontrolle durch dominant-submissive Dynamik
Domina Professionelle dominante Frau Kommerzielle BDSM-Szene, Dienstleistung BDSM-Dienstleistungen gegen Bezahlung

Während eine Femdom ein breiteres Spektrum innehat und die weibliche Dominanz
in privaten oder beziehungsbasierten Kontexten beschreibt, ist die Domina vor
allem eine professionelle Anbieterin von BDSM-Erlebnissen.


Fazit:
Wenn du dich für weibliche Dominanz interessierst, kann Femdom genau das richtige
sein. Egal ob als dominante Frau oder als Sub, der eine dominante Frau sucht.
Die Domina hingegen ist vor allem dann relevant, wenn du BDSM auf professionelle
und kontrollierte Weise erleben möchtest.
Beide Rollen zeigen die Vielfalt und Facetten
weiblicher Dominanz im BDSM und bieten unterschiedliche Zugänge und Erfahrungen.