„Mystery”

Gibt es den Swingerclub noch oder nicht mehr?
Leider weiß ich es nicht…und auch nichts gehört bisher.

Hinweis:
Dieser Artikel ist mittlerweile 6 Jahre alt.
Daher sind alle Angaben ohne Gewähr.
Auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität.

Wir haben den Swingerclub Mystery besucht, um ihn uns genauer anzusehen
und natürlich auf Herz und Nieren für euch zu testen. Unsere Kriterien waren
Sauberkeit, Gäste, Ausstattung und auch, ob der Club für Anfänger geeignet ist.
Besucht haben wir das Mystery bereits am 18. November 2016 und haben an,
diesem Tag an einer der Partys teilgenommen, die wir im Vorfeld uns Online
herausgesucht haben. Das Motto lautete: „Rubens-Party“. Und da wir ja auch
das ein oder andere Gramm zu viel auf der Hüfte haben, dachten wir, das wäre
ein passendes Motto für einen Einstieg.

Der Club liegt in einem Industriegebiet und ist daher für Leute, die mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, etwas komplizierter zu erreichen.
Richtiggehend schlecht sieht es aus, wenn man spät abends oder nachts wieder
den Heimweg antreten will, da um diese Zeiten keine oder nur noch kaum Busse
und Bahnen unterwegs sind.
Wir empfehlen daher, mit dem Auto anzureisen,
und wenn man das tut, stehen einem auch genügend Parkmöglichkeiten zur
Verfügung.

Der Eingang ist ein wenig versteckt, man muss also schon genau gucken,
wenn man den Club zum ersten Mal besucht. Das
Mystery selbst befindet
sich schließlich in der obersten Etage des Gebäudes in einer Fabrik.
An der Tür wurden wir von der Besitzerin herzlich begrüßt, sie führte uns
auch gleich in die Umkleidekabine, in der sich auch abschließbare Spinde
befanden.

Leider war dieser Umkleideraum einfach etwas zu klein und auch ein wenig
altbacken eingerichtet. Dafür war er in jedem Fall sauber, wenn man vom
Staub auf den Spinden absieht. 
Der Läufer, der dort zu sehen ist, hatte
jedoch seine besten Zeiten längst hinter sich und war schon recht fleckig.
Hygieneartikel und Handtücher waren aber ausreichend vorhanden.

Nachdem wir uns umgezogen hatten, steuerten wir zunächst einmal die
Bar an, denn ich (Alex) war doch ziemlich nervös. 
Nach einer Weile kam,
der Besitzer des Clubs und begrüßte uns ebenfalls, nach einer Zigarette
und einem kleinen Plausch machten wir uns gemeinsam mit ihm auf den
Weg durch die verschiedenen Räume des Clubs, welche sich sehr
übersichtlich zeigten. In einem befand sich ein riesiges Bett, die anderen
Räume fielen durch die Spiegel an den Decken auf.

Bedauerlicherweise war die Beleuchtung nicht sehr glücklich gewählt, da
die Deckenstrahler einen unentwegt blendeten, sobald man kurz in ihre
Richtung sah. Wir schätzten aber, dass dies kein Problem der Lampen
selbst war, vielmehr waren diese nicht korrekt angebracht worden.

Als wir uns im Vorfeld über den Club informiert hatten, waren wir auf die
hin und wieder auftauchende Kritik gestoßen, dass es im Club sehr kühl
sein soll. 
Diesen Punkt konnten wir nicht bestätigen, oder zumindest nicht
vollständig.
Wir beide hatten schon kalte Füße, da der Boden sehr kalt war,
aber oberhalb dieser war es angenehm warm, und das, obwohl wir beide
nicht viel anhatten.

Insgesamt gibt es im Club sechs Räume, dazu eine Bar und eine Sauna
mit Dusche.
Die Sauna ist für acht Personen ausgelegt und ist wie der Rest
des Clubs auch sehr sauber. Wenn man vom ein oder anderen Herrn absah,
der sich ohne Handtuch unter dem Hintern hineinsetzte in der Sauna.

Bei einem der Räume handelt es sich um einen Darkroom, der seinem Namen
alle Ehre machte; man sah nicht die Hand vor Augen. Da aber auch dieser recht
klein war, musste man schon sehr aufpassen, wohin man sich bewegte.
Einer der weiteren Räume war von innen abschließbar, dazu gab es an den
Wänden Gucklöcher, was wir für eine witzige Idee hielten. Leider wurde dieser
Raum mit einem Heizlüfter geheizt, sodass man sich darin schnell vorkam wie
in der oben genannten Sauna.

Was wir persönlich sehr schade fanden, war, dass der Club nicht eine Möglichkeit
für Paare zum Rückziehen bietet, die unter sich bleiben wollen. Dies wäre gerade
für Anfänger interessant gewesen.
Die anderen Besucher, die an diesem Abend
anwesend waren, waren etwa zwischen 55 und 70 Jahre alt, also nichts, was uns
persönlich angesprochen hätte.
Dazu kam, dass wir etwa 10 Männer dort zählten,
was an diesem Abend einen ordentlichen Herrenüberschuss bedeutete. Und so
dauerte es auch nicht lange, bis meine Partnerin und ich gleich belagert wurden.
Einige der Männer liefen auch teilweise wirklich in Feinripp-Unterhosen durch den,
Club, was uns, ehrlich gesagt, ein bisschen schockierte, da dies unserer Meinung
nach mit Erotik nichts zu tun hat. Die Kleiderordnung des Mysterys
sollte also
dringend überdacht werden … Nur als Anregung.

Nach unserer kleinen Führung tranken wir noch ein oder zwei Alsterwasser und
beschlossen, uns anzusehen, was das Buffet zu bieten hatte, wobei man sagen
muss, dass die Bezeichnung „kleiner Snack“ durchaus treffender gewesen wäre.
Qualitativ gab es aber nichts zu meckern, alles war frisch und schön serviert.

Nach dem Essen gingen wir in den Raum, der uns persönlich am sinnvollsten
erschien: der S/M-Raum.
Als echter BDSM´ler sollte man jedoch nicht zu viel
erwarten. Es gab ein Stahlbett, ein Andreaskreuz mit Handfesseln und eine
alte Liege. Mehr Ausstattung existierte nicht, aber für ein wenig Herumspielen
langt es allemal, was wir dann auch vorhatten.

Ich hatte meine Partnerin gerade am Andreaskreuz positioniert, sonst aber noch
überhaupt nichts gemacht, schon standen fast alle der im Club anwesenden
Männer im Raum, was wir als sehr nervig empfanden.
Als ich fragte, ob wir denn
wenigstens erst einmal fünf Minuten für uns allein haben könnten, verließen zwar
alle den Raum, jedoch blieben sie aufgereiht wie die Perlen auf der Schnur vor
der Tür stehen.
Eine Tür ist gut ausgedrückt, leider gab es die nicht …

Wir verzichteten also auf ein gemeinsames Spielen und setzten uns wieder an
die Bar, wobei uns gerade die Herren auf Schritt und Tritt folgten, was uns ein
wirklich blödes Gefühl gab. Okay, meine Partnerin sah an diesem Abend supersexy
aus, aber war das ein Grund, uns so zu verfolgen ..? Förmlich zu belagern?

An der Theke lernten wir dann doch noch ein Paar in unserem Alter kennen,
was uns sehr freute. Zudem waren die beiden auch BDSM´ler. Und so verbrachten
wir die Zeit mit Reden, denn die beiden waren sehr sympathisch. Als schließlich
alle anderen Männer fort waren, wollte meine Partnerin und ich dann doch noch
ein wenig spielen, was wir auch taten. Das andere Paar hätte uns gern dabei
Gesellschaft geleistet, allerdings schloss der Club dann in 30 Minuten, sodass
dafür einfach die Zeit fehlte. Was sehr schade war.

Unser Fazit:
Grundsätzlich fällt unser Fazit so aus, dass wir das Mystery jedem Swinger-Profi
ans Herz legen können, Anfängern aber dringend vom Besuch abraten.

Der Herrenüberschuss, den wir an diesem Abend erlebten, ist beabsichtigt
und bei jeder Veranstaltung vorhanden, darüber sollte man sich im Klaren sein.

Swinger-Profis finden aber in dem Club eigentlich alles vor, was das Herz begehrt.
Zudem sind die beiden Besitzer super lieb und sorgen für eine familiäre Atmosphäre.

Die Preise sind human gestaltet und liegen zwischen 25 und 35 Euro,
Getränke sind inklusive.

Neben Anfängern sollten sich auch BDSM´ler einen Besuch des Clubs zweimal
überlegen, denn abgesehen von der mangelnden Ausstattung in diesem Bereich
erzeugt man sehr viel mehr Aufmerksamkeit, als einem lieb ist.

Kontaktdaten:
Mystery Hamburg: www.mystery-swingerclub.de

Adresse:
Lauenbruch Ost 1, 21079 Hamburg Harburg

Telefon:
040/55 48 48 85


Öffnungszeiten:
Mittwoch geschlossen
Donnerstag 20:00–01:00
Freitag 20:00–02:00
Samstag 20:00–02:00
Sonntag geschlossen
Montag 20:00-01:00
Dienstag geschlossen

Wie sind eure Erfahrungen? Was haltet Ihr von dem Swingerclub?
Schreibt es uns in die Kommentare, dann haben alle was davon.

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