Die Lust am Wachs

Die Lust am Wachs

Jeder kennt Faszination und Magie von Kerzen.

Die Wärme und das weiche Licht verzaubern Räume und schaffen eine
besondere Atmosphäre.

Aber sie können mehr. Heiß und kalt, beim Spiel mit heißem Wachs und kalten Eis ist von
spannender Erotik bis zu heftigen BDSM „Strafen“ alles möglich. Wer inspiriert von seiner
Fantasie oder Geschichten wie „Fifty Shades of Grey“ neue Spielarten der Erotik probiert
findet hier viele Facetten eines intensiven Erlebnisses.

Die Augen des Partners/der Partnerin verbinden und sie/ihn mit einem Eiswürfel berühren
beinhaltet vieles was am BDSM fasziniert. Spielen mit Reizen und Sinnen, Spannung,
Vertrauen zum Partner, fallen lassen des Passiven, genießen des handeln des/der Aktiven.
Zusätzlich steigert der Sinnesentzug beim Spiel mit Wachs, oder der Kombination von beidem
das Empfinden.

Egal ob vorsichtiges erkunden neuer Seiten der Erotik. Einfach so, weil die Reize als schön und
luststeigernd empfunden werden. Im Spiel zwischen (BDSM)Sadisten und Masochisten oder als
Strafe für den ungehorsamen Sub. Das Spiel mit Heiß und Kalt bietet viele Facetten.

Im Artikel geht es um die Fragen, wie funktioniert es , was muss ich beachten, wie wie vermeide
ich Gefahren. Er soll allen die gern mit Kerzen spielen(würden), aber unsicher sind, Bedenken
oder Angst vor Fehlern haben eine Hilfe beim Spiel mit Heiß und Kalt, Wachs und Eis sein.


Wichtig ! Die richtigen Kerzen zu verwenden, um Verbrennungen zu vermeiden!
Jede Kerze vor dem Anwenden an einer relativ unempfindlichen Stelle wie dem
Handrücken oder Arm mit ordentlicher Fallhöhe der Wachstropfen probieren.
Damit der Partner nicht zu verletzt wird, wenn das Wachs durch verwechselte
Kerzen oder Produktionstoleranzen bei bekannten Kerzen heißer ist als vermutet.


Auch bei bekannten Marken/Herstellern vor jedem anwenden probieren. Sie ändern Rezepturen
und Zusatzstoffe auch ohne es anzukündigen. Wer kein Weichei ist probiert es selber an einer
unempfindlichen Stelle wie der Hand oder dem Unterarm. Das hat den Vorteil das der Aktive
ungefähr einschätzen kann, womit er das Opfer bearbeitet und im Zusammenspiel mit den
Reaktionen angemessen dosieren. Außerdem wird der Partner überrascht wenn er vorher nicht
weiß welche Kerzen angewendet wird.

Zum Spielen mit Wachs eine Kerze anzünden und halten das das Wachs auf das „Opfer“
den Partner tropft. Beim Spielen mit Wachs funktioniert auf allen Körperpartien. Dabei
beachten der Wärme und Kälte auf verschiedenen Körperpartien unterschiedlich
wahrgenommen werden. Arme, Hände, Beine, der Bauch und der Hintern sind relativ
unempfindlich. An der Innenseite der Oberschenkel, Brustwarzen und im Genitalbereich
wird heiß und Kalt meist wesentlich intensiver/schmerzhafter, aber auch ungemein
stimulierend empfunden. Deshalb lohnt vorsichtiges herantasten und das Einbeziehen
dieser Körperregionen. Am besten an weniger empfindlichen Stellen beginnen und
langsam zu empfindlicheren Regionen vorarbeiten. Dabei auf die Reaktionen achten
und entsprechend dosieren. Wird das Gesicht einbezogen, die Augen mit einer Klappe
oder Tuch schützen, so dass nichts hineinspritzen kann. Den Haaren mit der brennenden
Kerze nicht zu nahe kommen, da sie leicht entzündbar sind. Wachs in den Haaren ist nicht
gefährlich, kann aber für schlechte Laune nach einer gelungenen Session sorgen.
Daher besser vermeiden und die Haare vor Wachsspielen abdecken.

Tropfenweise beginnen. Die Augen des „Opfers“ verbinden steigert das erleben. Tropft
das Wachs auf den Körper, wird durch die geringe Menge eines Tropfens die Wärme
abgeführt, ohne die Haut zu schädigen. Durch den Abstand zwischen Kerze und „Opfer“
kann die Temperatur dosiert werden. Größerer Abstand = kühleres Wachs / geringerer
Abstand = heißeres Wachs. Nachteil ist das bei größerem Abstand die Treffsicherheit
abnimmt. Trotzdem besser vorsichtig beginnen und sich langsam nähern.

Kommunikation verbal und nonverbal ist besonders bei Anfängern wichtig. Mit einigen
Abstand nach der Session miteinander wie die Aktionen empfunden worden ist ebenfalls
empfehlenswert. Während der Session sollte der Passive reagieren, seine Emotionen und
Gefühle zeigen, um dem Aktiven Anhaltspunkte für die Intensität zu geben.

Wird es zu warm, hilft es einen Eiswürfel oder mit der Hand auf das Wachs drücken.
Das entzieht der behandelten Stelle sofort Wärme.(Keine Angst das tut nicht weh)
Ist das Opfer fixiert, aufpassen dass sich an Körpervertiefungen (zb. am Bauchnabel),
oder der an durch Fixieren gedrückten Stellen keine Wachsdeiche bilden. Hier kann es
durch die Masse des Wachses zu ungewollter schmerzhafter Hitzeeinwirkung kommen
weil die Wärme nicht schnell genug abgeleitet wird..

Einen „Wachspanzer“ der sich beim längeren spielen bildet gebildet, im besten ab und
zu entfernen damit das „Opfer“ angemessen am Spiel teilhaben kann. Denn wenn Wachs
auf eine erstarrte Schicht tropft, ist davon nicht mehr viel zu merken.

So ich hoffe ihr erlebt nun heiße und vor allem schöne Wax Games.
In diesem Sinne.

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